Grünes ABC

Da es für neue Mitglieder und Interessierte anfangs schwierig ist die ganzen Abkürzungen und Worte zu verstehen, ist ein grünes Wörterbuch äußerst hilfreich.

Grünes Abkürzungs ABC

A

AG: Kurzform für Arbeitsgemeinschaft – das sind sozusagen die Arbeitskreise bei Bündnis 90/die Grünen.

AK: Kurzform für unsere Arbeitskreise auf Landesebene. In ihnen kann jedeR, die/der sich in einem Thema besonders auskennt oder Interesse daran hat mitarbeiten.

Aktion: Aktionen machen wir in unregelmäßigem Abstand um die Menschen auf der Straße von unseren Ideen zu überzeugen, zum Beispiel verteilen wir Flyer, bauen einen Infostand auf oder machen auf andere Art auf uns aufmerksam.

B

Bündnis 90/die GRÜNEN (Grüne): Die „Mutterpartei“ der Grünen Jugend.

Basisforum: Das Basisforum ist die “kleine LMV” der Grünen Jugend NRW und dient als Vernetzungstreffen für die NRW Basisgruppen.

BDK: Abkürzung für die Bundesdelgiertenkonferenz  (Bundesparteitag von Bündnis 90 Die Grünen).

BGR: Abkürzung für das Bündnis gegen Rechtsextremismus, einen Zusammenschluss mehrere Jugendorganisationen im Kampf gegen rechtes Gedankengut.

BGS: Kurzform für Bundesgeschäftsstelle.

Bundesausschuss: Zweithöchstes Gremium des Bundesverbandes. Jedes Bundesland entsendet zwei Delegierte in den Länderausschuss, jedes Fachforum einen Delegierten. Diese treffen sich viermal im Jahr, um gemeinsam mit dem Bundesvorstand – der selbst nicht stimmberechtigt ist -  über politische, organisatorische und finanzielle Fragen zu entscheiden.

Bundesverband: Der Bundesverband koordiniert und organisiert alles, was auf Bundesebene anfällt. Auch hier gibt es Mitgliederversammlungen, allerdings heißen sie dann Bundeskongress (BuKo). Die Arbeitskreise auf Bundesebene heißen Fachforen. (FaFo) und arbeiten inhaltlich zu einigen Schwerpunktthemen. Vom Bundesverband kommen auch öfter Aktionsideen zu Themen, die in ganz Deutschland von Interesse sind.

BuVo: Abkürzung für den Bundesvorstand der Grünen

D

Delegierte: Von einer Versammlung gewählte VertreterIn.

F

FaFo: Abkürzung für Fachforen, die Arbeitskreise der Grünen Jugend auf Bundesebene.#

FYEG: Abkürzung für Federation of Young European Greens, sozusagen die europäische Grüne Jugend.

G

Geschäftsordnung: Der Landesvorstand gibt sich eine Geschäftsordnung, in der er seine interne Aufgabenverteilung regelt. Die Landesmitgliederversammlung gibt sich eine Geschäftsordnung, in der sie ihr Verfahren regelt, also so Dinge wie die Art der Sitzungsleitung, die Art und Weise, wie Anträge zu stellen sind, die Zulässigkeit von Geschäftsordnungsanträgen. Und auch der Bundeskongress arbeitet nach einer Geschäftsordnung.

Geschäftsordnungsantrag (GO-Antrag): Ein Antrag, der durch das Heben beider Arme auf einer Gremiensitzung gestellt wird und nicht den Inhalt, sondern die Form der Debatte zum Thema hat. Beantragt werden können unter anderem der Schluss der Redeliste, sofortige Abstimmung, Vertagung, Vorschläge zum Verfahren oder auch Einfügung eines weiteren Tagesordnungspunktes. Das Gegenstück zum GO-Antrag bildet der Antrag zur Sache, der sich auf die diskutierten Inhalte bezieht.

Grüne Jugend NRW: Der Landesverband NRW ist der größte Landesverband der Grünen Jugend. Er koordiniert und organisiert alles was auf Landesbenen anfällt. So gibt es drei mal im Jahr die Landesmitgliederversammlungen (LMV), auf der sich alle Mitglieder der Grünen Jugend NRW treffen. Zwischen den LMVen finden Basisräte statt, zu denen jede Basisgruppe zwei Deligierte schickt. Auf Landesebene gibt es außerdem noch Arbeistkreise (AK). Hier arbeiten alle zusammen, die an einem speziellen Thema interessiert sind. Zu einem bestimmten Thema, dass NRW-weit von Interesse ist, gibt es vom Landesverband häufig Kampagnen mit Aktionsideen und Infomaterial.

GYG: Abkürzung für Global Young Greens, die weltweite Vernetzung aller Grünen Jugenden

J

JMV: Jahresmitgliederversammlung

K

krass: Die Mitgliederzeitung der Grünen Jugend NRW.

KV: Abkürzung für den Kreisvorstand von Bündnis 90 Die Grünen.

L

LaVo: Abkürzung für den Landesvorstand der Grünene Jugend NRW.

LDK: Abkürzung für die Landesdeligiertenkonferenz  von Bündnis 90 Die Grünen (Landesparteitag).

LGS: Abkürzung für unsere Landesgeschäftsstelle in Düsseldorf.

LMV: Abkürzung für Landesmitgliederversammlung.

M

Mitglied: Mitglied der Grünen Jugend kann jeder Mensch werden, der oder die noch keine 28 Jahre alt ist und sich zu den Zielen und Grundsätzen der Grünen Jugend bekennt. Jedes Mitglied hat das Recht, an unseren Treffen teilzunehmen. Menschen ab 28, die trotzdem etwas mit der Grünen Jugend zu tun haben möchten, können Pate oder Patin werden.

MV: Abkürzung für Mitgliederversammlung.

O

Ortsverband: Abkürzung für Ortsverband – kleinste Untergliederung von Bündnis 90/die Grünen.

P

Präsidium: Der Mensch oder die Menschen, die eine Versammlung leiten. Spielen insbesondere auf dem Bundeskongress und auf der Landesmitgliederversammlung eine große Rolle. Das Präsidium wird von der entsprechenden Versammlung gewählt. Zu den Aufgaben des Präsidiums gehört neben der Versammlungsleitung das Einhalten der Tagesordnung, die Sortierung von Anträgen, die Durchführung von Wahlen und das Führen der Redeliste.

Q

Quote, Quotierung: Die Satzung der Grünen Jugend legt fest, dass alle Ämter quotiert sein müssen, d.h., dass mindestens die Hälfte aller Plätze eines Gremiums von Frauen besetzt sein müssen. Bei einem dreiköpfigen Gremium sind das zwei Frauen, bei einem achtköpfigen, wie dem Landesvorstand vier. Ausnahmen von der Quotierung sind nur durch ein Frauenvotum möglich, d.h., die auf der wählenden Versammlung anwesenden Frauen entscheiden mit Mehrheit, einem Bruch der Quotierung zuzustimmen.

R

Reader: Zusammenstellung von Materialien zu einem Thema oder zu einer Veranstaltung.

Redeliste: Bei größeren Veranstaltungen und Gremiensitzungen führt das Präsidium eine Redeliste, d.h., wer sich meldet, wird erstmal aufgeschrieben und kommt erst nach einiger Zeit zu Wort, immerhin jedoch in der Reihenfolge der Meldungen. Redelisten sind bei der Grünen Jugend generell quotiert, d.h., das abwechselnd eine Frau und ein Mann reden sollen.

Ring politischer Jugenden (RpJ): Organisationen auf kommunaler Ebene (teilweise identisch mit dem Stadtjugendring), auf Landesebene und auf Bundesebene. Im RpJ sitzen VertreterInnen der (partei)politischen Jugendorganisationen. Neben hehren Zielen wie der überparteilichen Zusammenarbeit, der Förderung der Mitwirkung Jugendlicher an politischen Entscheidungen u.ä. geht es vor allem darum, staatliche Gelder an die einzelnen Jugendorganisationen zu verteilen. In NRW sitzen im RpJ VertreterInnen der Julis, der JU, der Jusos und der Grünen Jugend.

S

Satzung: Die Satzung legt den formalen Aufbau der Grünen Jugend und die Aufgaben der einzelnen Gremien fest. Damit ein Satzungsänderungsantrag wirksam wird, muss er eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder erreichen.

Schrägstrich: Bundesweite Zeitschrift von Bündnis 90/Die Grünen.

spunk: Mitgliederzeitung des Bundesverbands der Grünen Jugend

Kommunal ABC

AusländerInnenbeiräte: (mancherorts auch Integrationsräte): Die einzige Möglichkeit für Eingewanderte aus Nicht-EU-Staaten, durch Wahlen demokratisch legitimierten Einfluss auf die kommunale Politik auszuüben. Inzwischen gibt es etwa 400 bis 450 Kommunen, die eine solche Institution haben. Wahlberechtigt für den Rat sind Unionsbürger und Drittstaatler, die einige Zeit in der Kommune wohnen. Teilweise können auch eingebürgerte Migranten an den Wahlen teilnehmen.

DezernentIn/BeigeordneteR: Erfüllt in der Kommune ähnliche Aufgaben wie Minister auf Bundes- oder Landesebene. Auch Dezernenten werden vom Rat gewählt.

Einnahmen: Haupteinnahmequellen der Kommune sind: Gewerbesteuer, Grundsteuer, Anteil an der Einkommenssteuer, Gebühren und Bußgelder

Gebietskörperschaft: Körperschaft des öffentlichen Rechtes, die in einem festgelegten Teilgebiet eines Staates festgelegte Aufgaben erledigt.

Gemeinde: Ist die kleinste politisch-geographische Verwaltungseinheit, die in ihrem Gebiet selbstverantworlich Aufgaben zu erfüllen hat. Eine Gemeinde ist kreisangehörig und ist nicht im Besitz des Stadtrechts.

Hartz IV: Verantwortlichkeit der Kommunen für Hartz IV.

KaemmererIn: Der/die KammererIn ist der Beigeordnete, der fuer das kommunale Finanzwesen verantwortlich ist. Er stellt den Haushaltsplan auf.

Kernbündnis: Der Begriff Kernbündnis beschreibt eine feste Kooperation zwischen zwei oder mehreren Parteien, die auch gemeinsam nicht über eine stabile Mehrheit verfügen. Es werden gemeinsame Zielsetzungen vereinbart in der Hoffnung eine weitere Partei als Partner zur Durchsetzung entsprechender Beschlüsse zu gewinnen (die die Zielsetzungen erfüllen). Beispiel: das rot-grüne Kernbündnis in Köln.

Kommune: Historische, teilweise noch heute gebräuchliche Bezeichnung für Gemeinde im Sinn einer kommunalen Gebietskörperschaft.

Kommunale Selbstverwaltung: Das Recht der Kommunen auf ihrem Gebiet in eigener Verantwortung in festgelegten Aufgabenbereichen zu entscheiden.

Kreis: Zusammenschluss aneinandergrenzender kreisangehöriger Städte und Gemeinden.

Kreistag: Der Kreistag ist die Volksvertretung der BürgerInnen eines Kreises. Er behandelt die Kompetenzen, die von kreisangehörigen Städten und Gemeinden abgegeben werden.

Landschaftsverband: Kommunaler Spitzenverband, der Kompetenzen im Bereich von Kultur, Soziales, Jugend und Psychatrie hat. Im Landschaftsverband Westfalen-Lippe und den Landschaftsverband Rheinland sind die jeweiligen Kreise und kreisfreihen Städte Mitglied.

Landrat: Wahlbeamter an der Spitze eines (Land-)Kreises.

Liegenschaft: Grundbesitz der öffentlichen Hand, also Gebäude und Grundstücke im Besitz der Kommune. Hierbei kann es sich um Schulen aber auch um Sportplätze handeln.(Diese werden meist an die Vereine verpachtet)

NKF (Neues kommunales Finanzmanagement):

OberbürgermeisterIn: Höchster Repräsentant der Stadt, Vorsitzender des Rats und Chef der Verwaltung. Er/sie wird alle acht Jahre von den BürgerInnen der Stadt gewählt.

StadtdirektorIn: Vertritt den/die OberbürgermeisterIn als Verwaltungsvorstand und wird vom Stadtrat gewählt.

Wahlberechtigung: ab dem 16. Lebensjahr; Staatsbürger sowie EU-Bürger, die seit dem Maastrichter Vertrag (1992) auch in anderen Ländern als ihrem eigenen das passive und aktive Wahlrecht auf kommunaler Ebene ausüben dürfen.