‘Lokalwahl 2009’

33-Stunden-Aktion

In den letzten 33 Stunden vor der Kommunalwahl sind wir nur für Euch da. Wir beantworten live alle Eure Fragen. Egal, wann ihr sie stellt. Schlaf wird ohnehin überschätzt.

Wir sind von Samstag 9:00 Uhr bis Sonntag 18 Uhr auf www.gruene-bielefeld.de online.

Die Grüne Jugend beantwortet im Grünen Kreisbüro rund um die Uhr Fragen.

Egal, ob es um Kinderbetreuung, das Sozialticket, Naturschutz oder Kulturangebote geht. Gebt Euer Anliegen dazu einfach auf www.gruene-bielefeld.de im Chat unter der Kamera ein. Wir antworten Euch umgehend und kompetent.
Zwischendurch werden wir immer mal wieder Besuch von unseren SpitzenkandidatInnnen bekommen.

Bisher stehen folgende Termine fest:

Samstag gegen 15 Uhr: Gespräch auf dem GRÜNEN Sofa mit Marianne Weiß, Oberbürgermeisterkandidatin für Bielefeld

Samstag 29. August , ca. 21:00 Uhr: Britta Haßelmann, Bundestagabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, schaut nach dem Wahlkampfabschluss bei uns rein und beantwortet Eure Fragen.

Ihr könnt uns auch über Twitter Fragen stellen:twitter.com/gjbielefeld

Wir freuen uns auf Eure Fragen!

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08 2009

Verleitet Neid auf unsere kreative Aktion die JuLis zu Linkenschimpfe?

Zur Beschuldigung der Jungen Liberalen, die Grüne Jugend (und im Folgenden auch die Jusos) habe mit ihrer Sprühaktion „Trau Dich“ Ende Juli eine Ordnungswidrigkeit begangen und sei unfähig, auf die WählerInnen zuzugehen, antwortet Franziska Richter, Mitglied der Grünen Jugend Bielefeld:

„Zu allererst: Die Verwendung von Sprühkreide stellt keine Ordnungswidrigkeit dar – das hat das Ordnungsamt der Stadt Bielefeld ausdrücklich bestätigt. Sprühkreide wird durch einen kräftigen Regenschauer ganz einfach weggespült. Zusätzlich haben wir das Sprühen auf das Altstadtpflaster vermieden, da die Farbe dort nicht so leicht abwaschbar ist. Die Aktion ist bei den Menschen angekommen und war Gesprächsthema in der ganzen Stadt – die Grüne Jugend ist zufrieden mit diesem Ergebnis. Dass die Jusos Bielefeld unsere Idee kopierten, lässt nicht unbedingt auf ihre Kreativität schließen, zeigt aber, dass die Aktion attraktiv ist, um BürgerInnen auf die Wahl hinzuweisen.

Natürlich flankiert die Sprühaktion nur die vielen anderen Wahlkampfereignisse, mit denen die Grüne Jugend für ihre Ideen und KandidatInnen wirbt – den Carrotmob, Aktionen zum Klimawandel, den online-Wahlkampf in der 33-Stunden-Wach-Aktion, die Teilnahme an Podiumsdiskussionen und viele mehr. Der Vorwurf, die Grüne Jugend sei unfähig, mit den WählerInnen Kontakt aufzunehmen, ist deshalb völlig haltlos. Dass die JuLis sich ernsthaft darüber aufregen, wenn wir mit Kreide den öffentlichen Raum gestalten, ja darin geradezu eine Bedrohung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung erkennen wollen, lässt vermuten, dass sie mit Neid auf unsere kreative Aktionenvielfalt und Pressepräsenz blickt.“

Zur Kritik der JuLis: http://julis-bi.de/?p=1061

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08 2009

Ich geh! – Und du?

gehst duMan kann sicher über Pro7, Sat.1, Stefan Raab und Co viel schlechtes sagen. Aber eins kann man ihnen auch nicht absprechen: Sie erreichen die Jugend und darüber hinaus auch die Generation 20-40. Meine Cousine und ihr Mann zum Beispiel gucken wahnsinnig gerne “Schlag den Raab” und auch Sendungen wie Galileo erreichen um die 15 Prozent der 14 bis 49-jährigen.

Jetzt stehen die Wahlen an und die Sendergruppe hat ihre Flaggschiffe, von Pflaume bis Bohning, unter der Adresse www.ichgehe2009.de in einer Kampagne zusammen losgeschickt um fürs Wählen zu werben. Nicht nur dank des coolen Intros, denke ich, das ganze ist eine gute Sache: Neben den Bundestagswahlen am 27.09.2009 sind bei uns hier in NRW allerdings auch noch die Kommunalwahlen. Hier entscheidet sich, wer unser schönes Bielefeld die nächsten Jahre lenken wird. Daher auch von uns der (etwas veränderte) Aufruf:

Geh grün wählen!

Zur Initiative bleibt zu sagen: Mehr redaktionelle Berichterstattung oder gar kritische Magazine bei den Sendern – vielleicht mal mit neuen Ideen für die "werberelevante Zielgruppe" aufgepeppt – würden aber sicher mehr erreichen. Vor dem Wählen kommt nämlich hoffentlich noch das informieren.

Und was ganz markant auffällt: Wer was zu sagen hat bei Pro7/Sat.1 ist ein Mann:
gehst du2

Schade eigentlich. Dafür wählen wir dann halt Marianne und Britta zu Bielefelds Flaggschiffen!

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08 2009

Fast schon zu einfach oder: Wie wähle ich eigentlich Brief?

Am 30. August in Kommunalwahl. Ab 18 Uhr wird im Rathaus und auf den Wahlpartys gezittert, gebangt, gejammert und gejubelt werden. Doch was macht man, wenn man am 30. gar nicht in Bielefeld ist? Schließlich ist Wochenende und es sind auch noch Semesterferien. Da fährt der eine in den Urlaub, der andere besucht Freunde oder Familie und so mancher geht am Samstag so lange feiern, dass er eigentlich überhaupt keinen Bock hat sich am Sonntag bis 18 Uhr aus dem Bett bis ins Wahllokal zu quälen…

Auch ich werde am 30. nicht wählen können – ich mache ein Praktikum in Hamburg. Doch das ist auch gar nicht nötig. Für uns “Verhinderte” gibt es nämlich die Briefwahl. Und was sich kompliziert anhört, dass ist eigentlich ganz simpel! Ich würde sogar sagen: Fast schon zu simpel.

Da es auf den Seiten von Marianne, unserer grünen OB-Kandidatin eine tolle “Anleitung” gibt, kopiere ich die jetzt einfach mal hier herein:

Und so einfach geht’s in zwei Schritten:

* Bielefelder Wählerinnen und Wähler haben die Möglichkeit, die Zusendung Briefwahlunterlagen über das Internet zu beantragen. Hier geht es zum Onlineformular der Stadt Bielefeld.
Wenn du nicht in Bielefeld wohnst, ruf im Bürgerbüro der Stadt an, die dein Erstwohnsitz ist, und frage, an wen du dich wenden musst, um die Briefwahl zu beantragen.
* Gib in deinem Antrag einfach die Adresse an, an die die Briefwahlunterlagen geschickt werden sollen (z.B. die Urlaubsadresse).Knapp zwei Wochen vor der Wahl bekommst du dann den Stimmzettel zugeschickt, den du ausgefüllt einfach per Post zurück senden kannst.

So kannst du sicher sein, dass deine Stimme zählt,

Ihr seht: Es geht ganz einfach. Also los! Briefwahlunterlagen beantragen und wählen!

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08 2009

"Trau Dich"

Ja, was war denn da (und da) in Bielefeld los?!
090812-01
(via NW-Blog)

Aus der Neuen Westfälischen vom 8. August:

„Guerilla-Marketing“: Grüne Jugend sprüht Wahlslogans auf Straßenpflaster

VON MATTHIAS TONHÄUSER

Bielefeld. Passanten stehen seit einigen Tagen am Zebrastreifen vor dem Alten Rathaus vor einem Rätsel. „Trau Dich!“ ist dort in Grün auf den Boden gesprüht. Sollen sie es wagen, den Zebrastreifen zu überqueren? Nein, sie sollen sich trauen, Marianne Weiß von den Grünen zur Oberbürgermeisterin zu wählen. Die Grüne Jugend hat die Graffiti an mehreren Stellen in der Innenstadt mit abwaschbarer Sprühkreide aufgebracht. Auch der Staatsschutz rätselte über die Graffiti und ermittelte vorübergehend.

„Wir wollen mit dieser Art von Straßenkunst auf die OB-Kandidatur von Marianne Weiß aufmerksam machen“, sagt Jens Heuermann von der Grünen Jugend. Weiß wirbt mit dem Slogan „Bielefeld, trau dich“ auf Plakaten und im Internet für ihre Kandidatur. Heuermann berichtet, Mitglieder der Grünen Jugend hätten die Sprüche bereits am Mittwoch vergangener Woche auf das Pflaster gesprüht.

„Die Graffiti gehen zu 100 Prozent wieder weg, da sie mit Kreide aufgesprüht sind“, sagt Heuermann. Ein starker Regenguss reiche aus. Die Grüne Jugend habe für ihre Aktion nicht bei der Stadt um Erlaubnis gefragt: „Als Kind braucht man auch keine Erlaubnis, um mit Straßenkreide zu malen.“ Sinn der Aktion sei zudem, dass sie ohne Erlaubnis geschehe.

Margit Schulte Döinghaus vom Presseamt der Stadt berichtete, dass das Amt für Verkehr die Organisation „Stadtklar“, die illegale Graffiti bekämpft, damit beauftragt hatte, die Sprühereien zu überprüfen. Stadtklar habe sein Einsatzfahrzeug losgeschickt und festgestellt, dass die Graffiti mit Wasser leicht zu entfernen seien. Was die Frage der Erlaubnis angeht, ist man bei der Stadt gespalten: Da die Graffiti aus Sprühkreide seien, müssten sie nicht genehmigt werden. Es sei aber nicht wünschenswert, Graffiti wie diese demnächst überall zu sehen.

Bernd Ackehurst, Sprecher des Kreisvorstandes der Grünen, bezeichnete die Graffiti als eine „gute Art von Guerilla-Marketing“. Er sieht in solchen Aktionen kein Problem, so lange dabei nichts zerstört wird. „Wir würden nicht hinter permanenten Graffiti stehen. Sprühkreide ist aber problemlos.“

Polizeisprecher Martin Schultz berichtete, Mitarbeiter der Stadtwache hätten die Sprühereien fotografiert und an das unter anderem für Graffiti zuständige Kriminalkommissariat übermittelt. Als er erfuhr, dass Stadtklar-Mitarbeiter die Sprühereien als Straßenkreide identifiziert haben, sagte er: „Dann ist es keine Straftat.“ Schultz erzählte, auch der Staatsschutz hätte sich kurz wegen einer möglicherweise politisch motivierten Straftat eingeschaltet. „Als die erfahren haben, dass das von den Grünen war, hatte sich das schnell erledigt.“

© 2009 Neue Westfälische
Bielefelder Tageblatt (MW), Samstag 08. August 2009

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