Wie die NRW-CDU mit der freien Presse umgeht

Die CDU NRW hat einen neuen Generalsekretär, Andreas Krautscheid. Das ist der Nachfolger von Hendrik Wüst, der seinen Chef und unseren Ministerpräsidenten (angeblich ohne dessen Wissen) für 20.000 Euro an Unternehmen verkaufen wollte (zumindest für Gespräche).

Und dieser neue Generalsekretär hat anscheinend Angst, dass noch weitere Skandale bis zur Wahl ans Licht kommen. Daher greift er schon mal Blogs an, insbesondere die viel gelesenen Ruhrbarone und Wir in NRW. Diese würden den „investigativen Journalismus kriminalisieren“, da sie interne CDU Mails veröffentlich hätten oder die Veröffentlichung in der Zukunft “angedroht” hätten (Quelle). Ein CDU-Mann sagt also, die freie Presse solle Informationen über Skandale, die ihr zugespielt werden nicht nutzen, wenn diese auf eventuell illegalem Weg beschafft wurden. Nicht nur, dass dies üblich und gut ist (man gucke nur mal eine Monitor oder Panorama Sendung), irgendwie erinnert das doch auch an die gerade erst gekauften Steuerdaten. Da ist es für die CDU sogar in Ordnung Geld für illegal beschaffte Daten zu bezahlen.

Weiteres und eine Stellungnahme der Ruhrbarone findet ihr direkt in deren Blog:

CDU reagiert nervös und panisch auf Enthüllungen

Ach ja: Und der Spendenskandal, der Krautscheids Vorgänger zu Fall brachte wurde mit Hilfe von CDU-Dokumenten aufgedeckt. Diese wurden allerdings nicht Blogs zugespielt, sondern dem Spiegel. Über einen Vorwurf gegen das Nachrichtenmagazin konnte ich allerdings noch nichts finden.

Edit 4.3.2010: Indiskretion Ehrensache fasst das ganze nochmal schön zusammen.

03

03 2010

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