Verleitet Neid auf unsere kreative Aktion die JuLis zu Linkenschimpfe?

Zur Beschuldigung der Jungen Liberalen, die Grüne Jugend (und im Folgenden auch die Jusos) habe mit ihrer Sprühaktion „Trau Dich“ Ende Juli eine Ordnungswidrigkeit begangen und sei unfähig, auf die WählerInnen zuzugehen, antwortet Franziska Richter, Mitglied der Grünen Jugend Bielefeld:

„Zu allererst: Die Verwendung von Sprühkreide stellt keine Ordnungswidrigkeit dar – das hat das Ordnungsamt der Stadt Bielefeld ausdrücklich bestätigt. Sprühkreide wird durch einen kräftigen Regenschauer ganz einfach weggespült. Zusätzlich haben wir das Sprühen auf das Altstadtpflaster vermieden, da die Farbe dort nicht so leicht abwaschbar ist. Die Aktion ist bei den Menschen angekommen und war Gesprächsthema in der ganzen Stadt – die Grüne Jugend ist zufrieden mit diesem Ergebnis. Dass die Jusos Bielefeld unsere Idee kopierten, lässt nicht unbedingt auf ihre Kreativität schließen, zeigt aber, dass die Aktion attraktiv ist, um BürgerInnen auf die Wahl hinzuweisen.

Natürlich flankiert die Sprühaktion nur die vielen anderen Wahlkampfereignisse, mit denen die Grüne Jugend für ihre Ideen und KandidatInnen wirbt – den Carrotmob, Aktionen zum Klimawandel, den online-Wahlkampf in der 33-Stunden-Wach-Aktion, die Teilnahme an Podiumsdiskussionen und viele mehr. Der Vorwurf, die Grüne Jugend sei unfähig, mit den WählerInnen Kontakt aufzunehmen, ist deshalb völlig haltlos. Dass die JuLis sich ernsthaft darüber aufregen, wenn wir mit Kreide den öffentlichen Raum gestalten, ja darin geradezu eine Bedrohung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung erkennen wollen, lässt vermuten, dass sie mit Neid auf unsere kreative Aktionenvielfalt und Pressepräsenz blickt.“

Zur Kritik der JuLis: http://julis-bi.de/?p=1061

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08 2009

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